Mittwoch, 14. Februar 2018

Jahresbericht

Anbei der Jahresbericht 2017 unseres SwissClub Präsidenten.
Wir wünschen eine angenehme und spannende Lektüre.

Samstag, 3. Februar 2018

Aktuell


"Neues Jahr, neue Vorsätze: 
Neue Ideen, Visionen, und Pläne.
Aber vieles wird doch noch so bleiben, wie es war."

Der Vorstand des SwissClub CZ bleibt am Ball und wie in den letzten Monaten, werden wir uns auch in diesem Jahr für unseren Verein und damit auch für Eure Interessen einsetzen.
Dass dies keine leeren Worte und Versprechungen sind, konntet Ihr anhand des reichhaltigen Programms feststellen. Kein Monat verging ohne Spezialevent. Auch der Stammtisch war immer sehr gut besetzt!
Genau so fahren wir auch im Februar weiter: Mit dem ultimativen Sportereignis des Jahres – „Bowling in Zličín“. Dieser nicht sehr ernst gemeinte Wettkampf sollte sich allmählich zu einem eigentlichen Traditionsanlass mausern und jährlich durchgeführt werden. Natürlich nehmen wir auch noch Last-Minute-Anmeldungen entgegen.

Stammtisch

Wie bereits mehrfach erwähnt, findet der Februar-Stamm am selben Ort statt wie das oben erwähnte Bowling-Turnier. Mitglieder, die auf Bowlingspielen verzichten möchten, geniessen einfach den Abend an unserem provisorisch eingerichteten Stammtisch im Bowling Center. Anmeldungen als Zuschauer sind aus organisatorischen Gründen erwünscht.
Ab März (wie gewohnt am ersten Mittwoch des Monats) sind wir dann wieder in unserem gewohnten Stammlokal, in der Pizzeria „Václavka“ auf dem Wenzelsplatz. 

In eigener Sache

Noch rechtzeitig vor der Generalversammlung 2018 wurde die Gründung unseres Vereins unter Tschechischer Rechtsordnung bewilligt und registriert. Wir sind nun ein ordentlicher Verein mit sämtlichen Rechten und Pflichten, die in Tschechien gültig und vorgeschrieben sind.

Dieses Projekt hat sich als äusserst komplex erwiesen und ich danke allen Beteiligten, vorab Roger Hutter, für den aufwändigne, ab und zu auch nervenaufreibenden Einsatz!
Euer Hans Peter Steiner.



Dienstag, 30. Januar 2018

Einladung zur Generalversammlung

Liebe Swissclübler,
hiermit werdet ihr herzlich zur 5. Generalversammlung des SwissClub CZ eingeladen, welche am Mittwoch dem 21. Februar 2018 stattfindet.

Jegliche relevante Informationen, welche einem erfolgreichen Beiwohnen der Versammlung dienen dürften, findet man wie immer in unserem Event-Kalender.

Wir freuen uns (wie immer) auf zahlreiches Erscheinen.

Mittwoch, 17. Januar 2018

Vortrag über Südafrika


Es war ein sehr spezieller Abend für den SwissClub, an diesem 20. November 2017. Nicht etwa nur deshalb, weil wir spannende Informationen aus dem Leben eines unserer Mitglieder hören durften, wir haben ja etliche Mitglieder, die uns aus Ihrem Leben erzählen. Nein, es war auch der Ort unseres Treffens, der diesen Abend zu etwas ganz Besonderem machte. Eva und Pavel haben sich nämlich entschlossen, die Zuhörer des Vortrags zu sich nach Hause einzuladen. Es entstand so eine sehr persönliche Atmosphäre.
Nachdem als Letzter, mit über halbstündiger Verspätung (noch einmal entschuldige ich mich dafür, Eva), endlich auch ich eingetroffen war, konnte es losgehen. Wir sassen alle zusammen gemütlich an einem grossen Tisch, genossen ein Glas guten Weines, und Eva erzählte uns etwas aus Ihrem Leben. Als sie 13 Jahre alt war, zog ihre Familie, wegen beruflichen Verpflichtungen ihres Vaters, für einige Jahre nach Südafrika. Was sie hier erlebte, musste für ein 13-jähriges Schweizer Mädchen schon sehr einschneidend gewesen sein. Eva schilderte uns eindrücklich in Wort und Bild die damalige politische Situation mit dem Apartheid-Regime in Südafrika.
Aus heutiger Sicht ist es kaum mehr zu glauben, dass noch bis weit in die zweite Hälfte des letzten Jahrhunderts Bilder wie dieses zur Normalität gehörten:


Die politische Situation in Südafrika hatte natürlich auch Auswirkungen auf das tägliche Leben. Begebenheiten wie die, dass der abendliche Besuch eines schwarzen Bekannten eigentlich eine Straftat war, müssen einen tiefen Eindruck hinterlassen haben.
Obwohl es bestimmt auch viele positive Erlebnisse gegeben hat, erstaunt es nicht, dass sich Eva nicht wirklich wohl gefühlt hat in Südafrika. Gleich nach ihrem Schulabschluss an einer strengen, englischen Schule und trotz Studienplatz an einer Universität, beschloss sie deshalb, das Land, und damit auch ihre Familie, zu verlassen und in die Schweiz zurückzukehren, zwei Jahre vor ihrer Familie.
Nach dem sehr interessanten Vortrag bewirteten uns Eva und Pavel dann völlig überraschend sogar noch mit sehr feinen Pasta. Es wurde ziemlich spät, bis wir uns alle nach einem lehrreichen, aber auch gemütlichen, Abend wieder auf den Heimweg machten.
Eva, ich danke Dir im Namen aller Teilnehmer und des ganzen SwissClubs ganz herzlich für den sehr interessanten Abend und ganz besonders Dir und auch Pavel für Eure grosszügige Gastfreundschaft.
Fotos in unserer Fotogallerie.


Mittwoch, 3. Januar 2018

Bowlingturnier 2018


Das ultimative Bowlingturnier. Weitere Informationen sowie die Anmeldung sind wie immer in unserem Event Kalender. Wir freuen uns auf ein zahlreiches Erscheinen.

Samstag, 23. Dezember 2017

Aktuell

Liebe SwissClub Freunde

Es hat geklappt. Der grosse Aufmarsch an unserem Weihnachts-Stamm war positiv - alle haben den neuen Veranstaltungsort gefunden. Auch die (voraussichtlich) nächsten zwei Veranstaltungen werden wir im Restaurant "Na Hubalce" durchführen.



Nächste Veranstaltungen

  • Montag, 8. Januar 2018, 18.30 Uhr: Fondueplausch zum Jahresbeginn
  • Mittwoch, 7. Februar, 18:00 Uhr: Bownlingturnier
  • Mittwoch, 21. Februar 2018: Generalversammlung
Für den Fondue-Stamm bitte ich Euch um möglichst baldige Anmeldung. Wir sind natürlich längst am organisieren, aber es erleichtert unsere Arbeit, wenn wir rechtzeitig mit der ungefähren Teilnehmerzahl kalkulieren können.

Meine Empfehlung

Ein interessanter Hörbericht: Marius Winzeler, unser SwissClub-Mitglied und Direktor im Sternberg Palast, spricht über den böhmischen Maler Norbert Grund (1717-1767) und weist auf eine sehr interessante Ausstellung mit Werken dieses Künstlers im Kinsky Palast hin (noch bis 18. März 2018).

Nicht nur aus diesem Grunde empfiehlt es sich meines Erachtes Radio Praha auf Deutsch regelmässig zu hören. Es werden auf diesem Kanal täglich interessante Beiträge gesendet.

In eigener Sache

Vereinzelt ist der Eindruck entstanden, wir würden unser Stammlokal Vaclavka aufgeben. Dies ist aber im Moment nicht der Fall. 

M. a. W.: Das Restaurant Vaclavka wird uns weiterhin erhalten bleiben und ab März 2018 wird unser ordentlicher Stamm bis auf weiteres wieder dort durchgeführt. 

Wie ich bereits kommuniziert hatte, sind wir allerdings auf der Suche nach einer Alternative zum bisherigen Lokal. Deshalb haben wir Euch aufgefordert, entsprechende Vorschläge zu unterbreiten. 
Das Vorgehen bei einem allfälligen Wechsel des Stammlokals ist wie folgt vorgesehen: 
  1. Evaluation der Vorschläge durch den Vorstand
  2. Umfrage bei den Mitgliedern (falls mehrere Optionen)
  3. Beschlussfassung durch die Mitglieder (dies geschieht anlässlich eines offiziellen Stamms durch die dann anwesenden Klubmitglieder). 
Mit Sicherheit gibt es auch in dieser Angelegenheit keine einsamen Entscheide ohne Einbezug unserer Mitglieder!

Mitarbeit im Verein/Vorstand

Wir sind dankbar, wenn sich unsere Mitglieder aktiv ins Vereinsleben einbringen. Denkbar sind Aufgaben im Bereich der Eventorganisation sowie die Mitarbeit im Vorstand, in Arbeitsgruppen, im Auslandschweizerrat (ASR), etc. Gerne diskutiere ich mit Interessierten über die verschiedenen Möglichkeiten.

Im Namen des gesamten Vorstandes wünsche ich allen schöne Festtage. Wir freuen uns auf den Fondueplausch, um mit Euch auf ein erfolgreiches 2018 anstossen zu können.

Euer Hans Peter

Samstag, 9. Dezember 2017

Weihnachtsfeier

Impressionen der diesjährigen Weihnachtsfeier. Ein wunderschöner, lauter, kleiner Anlass mit der einen oder anderen Überraschung. Vielen Dank an Toni und Jaja, welche diesen Abend perfekt organisiert haben.












Weitere Fotos, wie immer, in unserer Fotogallerie.

Freitag, 3. November 2017

Bekanntes und Unbekanntes über Ägypten

Ja klar, die weltbekannten Pyramiden von Gizeh hat unser Vereinsmitglied Stefan anlässlich seines diesjährigen Ägypten-Aufenthaltes auch besucht und fotografiert. Aber ansonsten primär solche Orte, die in keinem Hochglanz-Reiseführer zu finden sind oder höchstens - wie im Fall des Armenviertels von Kairo - mit dem Hinweis versehen, diese nach Möglichkeit zu meiden!


Nicht zuletzt aufgrund dieser Ausgangslage war Stefans Dia-Vortrag am 16.09.2017 für sein Publikum eine spannende Reise in unbekannte Sphären dieses Landes am Nil.

Als Gast eines österreichischen Bekannten, dem Leiter des später noch etwas detaillierter beschriebenen Grossprojektes, startete der Referent sein Abenteuer „Ägypten“ in dessen Hauptstadt Kairo.

Jeweils schon morgens um 08:00h betrug die Temperatur 38°C und stieg im Verlaufe des Tages noch auf deutlich über 40°C an. Immerhin ein kleiner Trost, dass es sich um eine sehr trockene Hitze handelte. Diese hielt aber Stefan keineswegs davon ab, die Hauptstadt ausgiebig zu erkunden. Seine Sightseeing-Touren führten ihn u. a.:

  • zum sogenannten Nilometer, ein Höhenmesser für den Pegelstand des Nils, der zur Prognose der Nilschwemme dient.
  • zum farbenprächtigen Obstmarkt, dessen „Kunstwerke“ täglich um 05:30h auf- und um 22:00h wieder abgebaut werden! (Anm. des Redaktors: Dort beklagt sich offenbar niemand über zu lange Arbeitszeiten!)
  • in ein Armenviertel von Kairo, welches durch Häuser (exakter wohl der Begriff: Behausungen) ohne Fenster, staubige Strassen mit riesigen Müllbergen und verstopft mit Fahrzeugen zu deren Abtransport, sowie durch einen penetranten Gestank gekennzeichnet ist. Die Mülltrennung geschieht in den Wohnungen, nicht selten durch minderjährige Kinder, die Geld für den Lebensunterhalt ihrer Familie mitverdienen müssen. Eine unfassbare Armut, aber leider Realität!
  • zur Zitadelle von Saladin, eine der wenigen erhaltenen Befestigungsanlagen Kairos und gleichzeitig eine ihrer markantesten Sehenswürdigkeiten (seit 1979 UNESCO-Weltkulturerbe).
  • zur Mohammad-Ali-Moschee (auch Alabaster-Moschee genannt), erbaut in sechzig Jahren (1824-1884) im Auftrag des gleichnamigen Paschas (und nicht etwa des ehemaligen Box-Weltmeisters 😊), der bereits 1849 verstarb, also viele Jahre vor der Fertigstellung des Bauwerks. Die beiden Minarette sind 82m und die grosse Kuppel 52m hoch. Der Innenraum hat alabasterverkleidete Wände und der Boden ist mit einem dicken roten Teppich belegt; leider nicht überall „bündig“, weshalb ihn Stefan als „Stolperfalle erster Güte“ in Erinnerung behalten hat!
  • zur Koptisch-Orthodoxen Kirche der Hl. Jungfrau Maria, besser bekannt als „Hängende Kirche“, eine der ältesten Kirchen Ägyptens. Ihr Kirchenschiff thront über dem ehemaligen Südwesttor der Römischen Zitadelle in Alt-Kairo und ist nur über eine Treppe mit 29 Stufen zu erreichen.


Nach seinem Aufenthalt in Kairo machte sich Stefan mit seinem Begleiter auf die ca. 480 km lange Fahrt zum eigentlichen Hauptziel seiner Ägyptenreise im Landesinnern. Aber bereits wenige Kilometer ausserhalb von Kairo wurde diese nochmals unterbrochen, da mit den weltberühmten Pyramiden (Cheops, Chephren und Mykerinos) sowie der Sphinx von Gizeh weiteres UNESCO-Weltkulturerbe (seit 1979) in sein Blickfeld geriet. Unser Referent vermittelte uns viel Wissenswertes über den Bau und den geschichtlichen Hintergrund dieser einmaligen Bauwerke.

Nach deren Besichtigung und fotografischer Verewigung begannen für unseren Weltenbummler die ungeahnten Strapazen einer Autofahrt durch das ägyptische Niemandsland. Als Stichworte sollen hierzu genügen: Schotterpisten, Sandsturm, unsägliche Hitze und Durst!

Aber bekanntlich hat jedes Leiden auch einmal ein Ende und so erreichte schliesslich auch unser Reiseleiter sein Ziel, eine riesige Kuhfarm mitten in der Wüste. Dieses Grossprojekt umfasst aktuell ca. 8000, im Endausbau dann rund 17000 Kühe, die dort im Freien und in riesigen Unterständen gehalten werden. Täglich 2x werden die Tiere in ein sogenanntes Melk-Karussell getrieben und während eines rund 40-minütigen Rundlaufes gemolken.


Manch eine(r) wird sich fragen: Warum nimmt man eigentlich all die logistischen Probleme (Transport der Kühe und der Milch, Bau der Stallungen und Anlagen, Unterbringung und Verpflegung des Personals, etc.) so weit entfernt von jeglicher Zivilisation in Kauf, anstatt dieses Projekt in einer Grossstadt anzusiedeln?
Die Antwort ist ebenso simpel wie einleuchtend: Aufgrund der viel zu unsicheren hygienischen Verhältnisse und der damit verbundenen Gefahr von Erkrankungen der Tiere mit all ihren potentiellen negativen Folgen auch für die Bevölkerung.

Ethisch erscheint dieses Projekt nicht nur dem Referenten, sondern auch allen Anwesenden ziemlich „grenzwertig“, da der mit der Massenhaltung und dem Melkvorgang verbundene Stress u. a. zu einer massiven Verkürzung der durchschnittlichen Lebenserwartung dieser Kühe führt.

Zum Schluss noch einige wissenswerte Zahlen und Fakten zum Thema Ägypten:

  • Der Nil ist, je nach Datenquelle, mit ca. 6800 km der (zweit-)längste Fluss der Welt.
  • Kairo ist mit über 18 Mio. (Stadtkern & städtische Gebiete) die grösste Stadt Afrikas.
  • Die Pyramiden von Gizeh (Cheops, Chephren u. Mykerinos) wurden erbaut ca. 2620-2500 v. Chr.
  • Häuser haben keinen Verputz!
  • ca. 70% der Strassen sind nicht geteert!

Lieber Stefan, Du hast uns faszinierende Einblicke in eine den meisten von uns fremde Welt geboten.
Dafür gebührt Dir unser allerbester Dank, verbunden mit der Hoffnung, dass wir in nicht allzu ferner Zukunft weitere interessante Destinationen, die Du auf Deinen Exkursionen bereist hast, kennenlernen dürfen!

(Anm. des Redaktors: Dannzumal dürfen dann gerne auch all jene SC-Mitglieder erscheinen, die dieses Mal, aus welchen Gründen auch immer, den Leckerbissen leider verpasst haben!)

Berichterstatter: Röby

Weitere Fotos sind in der Fotogallerie zu finden.

Freitag, 20. Oktober 2017

Offene Ausschreibung: Delegierte/r für den Auslandschweizerrat (ASR) gesucht


Es werden mögliche Vertreter für den Auslandschweizerrat gesucht. Wir sind bestrebt, allen in Tschechien wohnhaften Schweizer Bürger/innen die Möglichkeit einer Kandidatur zu ermöglichen. Weitere Informationen und Anmeldung.

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Kunstschätze im Sternberg-Palast in Prag

Welch interessante Events möglich sind, wenn ein Verein aussergewöhnliche Persönlichkeiten zu seinen Mitgliedern zählen darf, bewies die Führung von Marius Winzeler, Direktors der Sammlung Alter Kunst der Nationalgalerie in Prag und Mitglied des SwissClub CZ, durch das Sternberg-Palais.
Diese Schatzkammer liegt zwar direkt beim Hradčanské námestí, ist allerdings nur durch eine etwas versteckte Seitengasse links neben dem Erzbischöflichen Palais zu erreichen und hat damit einen gewissen Standortnachteil gegenüber den vielen anderen Sehenwürdigkeiten rund um die Prager Burg, wie der „Hausherr“ unumwunden zugibt.
Insgesamt 18 kunstinteressierte Vereinsmitglieder und Angehörige/Gäste beteiligten sich am 26.09.2017 an dieser Veranstaltung. Nachdem auch der Schreibende samt familiärer Begleitung den Eingang zum Museum erfolgreich passiert hatte – er hatte trotz intensivem Kraftaufwand vergeblich versucht, das massive schmiedeeiserne „Hauptportal“ anstelle der Eingangstüre für Museumsbesucher zu öffnen – konnte Marius die erwartungsfrohe Gästeschar zum ca. 90-minütigen Rundgang durch sein „Refugiums“ begrüssen.
In seinen einleitenden Worten vermittelte Marius uns wissenswerte Informationen über die Geschichte des prächtigen Palais, über dessen ehemaligen Erbauer und „Hausherrn“ Wenzel Adalbert Graf von Sternberg (1674(?)-1708) sowie über die am 05.02.1796 durch die „Gesellschaft patriotischer Freunde der Kunst“ gegründete Gemäldegalerie, welche nach dem Kauf des Palais Sternberg durch diesen Verein vom Cernin-Palais dorthin umgezogen wurde.

1918 wurde die Sammlung – übrigens nach dem Louvre die zweite öffentliche Kunstsammlung in Europa - an den neu gegründeten Tschechoslowakischen Staat überführt und zur „Nationalgalerie“ erklärt, von welcher der Palais Sternberg, zusammen mit dem Schwarzenberg-Palais, heutzutage die „Galerie der Alten Meister“ beherbergt.
Unser Weg führte uns zuerst in den Palastgarten, in welchem sich sehenswerte Skulpturen befinden und von dem aus die schöne Aussenfassade des Palastes besonders gut betrachtet werden kann. Der lauschige Garten ist übrigens auch für Nicht-Museumsbesucher zugänglich und eignet sich m. E. bestens für einen Moment der Entschleunigung und/oder zur ungestörten Lektüre eines Buches.
Danach ging es kurz in den quadratischen Innenhof, in dem uns Marius auf die architektonische Besonderheit der neckischen runden Balkone in allen vier Ecken der 2. Etage hinwies, welche die sonst so „strenge“ Architektur dieses Bauwerks so erfrischend auflockert. Obwohl es sich um eines der bedeutendsten Werke der weltlichen Architektur des bevorstehenden Hochbarocks in Böhmen handelt, sind die Projektanten des Originalprojektes (ab 1698) und des letztlich fertig gestellten Projektes nicht genau geklärt. Vermutlich waren aber so bekannte Architekten wie Santini-Aichl, Alliprandi und Dientzenhofer daran beteiligt.
Dem einsetzenden Regen entfliehend, begab sich die Gruppe alsdann in den „Ovalen Salon“, wo wir die ersten Gemälde aus früheren Jahrhunderten betrachten konnten, denen im Laufe des Abends noch unzählige mehr folgen sollten! Das Erdgeschoss ist primär der deutschen und österreichischen Kunst im 16.-18. Jahrhundert gewidmet. U. a. befinden sich dort Werke von Cranach d. Ä. und Balding.
Als nächstes führte uns der Gastgeber in einen eher unscheinbaren Saal, in dem aber das wertvollste Gemälde der gesamten Sammlung ausgestellt ist. Es handelt sich um „Das Rosenkranzfest“, welches Albrecht Dürer im Jahre 1506 in Venedig gemalt hat und welches zu den bekanntesten Bildern der europäischen Malerei gezählt wird. Mit diesem grossflächigen Meisterwerk wollte der Deutsche den kritischen venezianischen Malern beweisen, dass er ihnen mindestens ebenbürtig war; ein Vorhaben, das ihm eindrucksvoll gelang!

Das Betrachten der Bilder durch den Laien ist zwar an sich schon interessant; so richtig zum Leben erweckt werden die Kunstwerke aber erst, wenn ein herausragender Fachmann, wie Marius einer ist, einem Hintergründe und Bedeutung der einzelnen Kunstwerke im Detail erläutert und man sich in die jeweilige Zeitepoche zurückversetzt fühlt.
Über die imposante Säulentreppe führte uns unser Guide alsdann in die 1. Etage. Dort konnte man nebst Erinnerungsstücken aus dem antiken Griechenland und Rom u.a. auch eine berühmte Kollektion italienischer Kunst des 14.-16. Jahrhunderts bewundern. Es handelt sich dabei um kleine Hausaltare. Marius bezeichnete diese Kunstwerke als einen besonderen Schatz der Ausstellung.
Mit besonderer Freude erfüllte uns Schweizer, dass sich auch ein Landsmann im Museum verewigen konnte. Die Deckenmalereien von Johann Rudolph Byss sind eine wahre Augenweide.

Als Abschluss unseres Rundgangs begaben wir uns schliesslich auch noch in die 2. Etage. Dort erwartete uns ein Feuerwerk an sehenswerten Gemälden italienischer, spanischer, französischer und niederländischer Meister des 16.-18. Jahrhunderts, u. a. Tintoretto, El Greco, Goya, Rubens, van Dyck und Rembrandt. Von Letzterem handelt es sich im Übrigen um das einzige Gemälde in Tschechien („Gelehrter im Studierzimmer“, gemalt 1634).

Ich glaube, mein Eindruck, dass ich nicht der einzige begeisterte Teilnehmer dieser Veranstaltung war, täuscht mich nicht! All jenen, welche nicht dabei sein konnten, sei der Besuch dieses kulturellen Leckerbissens wärmstens empfohlen! Und wem diese Empfehlung noch nicht genügt, kann gerne auch die vielen positiven Rezensionen, z. B. auf tripadvisor.de, lesen!

Ich danke Marius, bestimmt auch im Namen sämtlicher Anwesenden, sehr herzlich für diesen tollen Kunst-Abend und hoffe sehr, dass wir die Gelegenheit erhalten werden, auch seine übrigen „Schätze“ besuchen zu können!

Ausserdem gratuliere ich unserem Präsidenten Hans Peter für die Idee und die erfolgreiche Organisation dieses gelungenen Anlasses.

Berichterstatter: Röby Mesmer
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