Sonntag, 9. Dezember 2012

Unser weihnachtlicher Monatstreff 05.12.12


Advent in Prag

Bevor wir uns zum regulären Monatstreff mit einem reichlichen Fondue-Schmaus in unserem Stammlokal niedersetzten, gingen wir erst mit Daniela auf einen Weihnachtsbummel durch die vorweihnachtlich geschmückten Strassen, Gassen und Passagen der Prager Altstadt.


v. l. Daniela, Vera, Helmut, Franz, Hanspeter, Kveta, Jana

Daniela, die auch professionell Stadtführungen in Prag macht, führte uns zuerst in den Palace Adria, einem bedeutenden Denkmal des tschechischen Kubismus, wo sie mit den Erläuterungen über die weihnachtlichen Traditionen in Tschechien begann.



Die Kirche mit dem höchsten Chor in Prag (Kirche St. Maria Schnee) diente als Kulisse für die Geschichte des hl. Nikolaus.

v. l. Helmut, Jana, Hanspeter, Vera, Daniela Kveta, Franz

An der nächsten Station unserer weihnachtlichen Pilgerreise, nämlich am „Mustek“, der Kreuzung des Wenzelsplatzes mit der Strasse „ Na Prikope" schauten wir uns am dortigen Weihnachtsmarkt um. Angesichts der Ortsproduktion der traditionellen Leckerbissen erfuhren wir Interessantes über das feierliche Essen, das unsere Vorfahren in der Weihnachtzeit zu sich nahmen.

Anschliessend in der „Koruna“ Passage bewunderten wir unter ganz speziellem Glasschmuck die Kunst der Böhmischen Glasmanufakturen und vergnügten uns mit den Wunderkerzen, die Daniela dabei hatte.



v. l. Jana, Helmut, Vera, Kveta

Letzte Station unseres Spaziergangs war fast ein „MUST“ zu dieser Zeit. Nämlich der Besuch des Weihnachtsmarktes auf dem Altstädterring und das Geniessen der wunderschönen Weihnachtsstimmung mit einem Glas Glühwein in der Hand. Danke Daniela!


  

v. l. Kveta und Vera beim Glühwein trinken

Durchgefroren, wie es sich für diese Zeit gehört, kamen wir zufrieden zu unserem Stammlokal zurück. Helmut´s Schweizer Restaurant „U Trech Modrych Kouli“ (Anm. d. Red. Restaurant wurde am 22.09.13 aufgelöst) empfing uns mit seiner warmen Atmosphäre und wir freuten uns sehr über die schönen Gritibenze, die Helmut extra für uns gebacken hatte. Danke Helmut! 

Rasch wurde das schmackhafte Fondue serviert, das wir mit Riesenfreude genossen. 


 




Begleitet von einigen Gläsern Wein entwickelten sich langanhaltende und tiefgründige Diskussionen über so manch wichtige Frage des Lebens.




Mehr Fotos zu diesem Abend findet Ihr wieder in unserer Fotogalerie.


Geschrieben von
Petr Menousek

Dienstag, 4. Dezember 2012

Das Christmas Festival 2012 in Prag mit Schweizer Beteiligung


Einige von uns, die wir uns regelmässig im Swissclub treffen, helfen auch als freiwillige Helfer/Helferinnen beim alljährlichen Christmas Festival mit, der in den Vorjahren Christmas Bazar hiess.

Dieses Weihnachtsfestival wird jedes Jahr von der DSA "Diplomatie Spouses´ Association" organisiert. Die Schirmherrin der Veranstaltung ist Livia Klausova, die Gattin des amtierenden Präsidenten der Tschechischen Republik. Und wie es schon Tradition ist, fand das Ereignis auch dieses Jahr im Prager Hilton Hotel statt.

Das Christmas Festival ist eines der wichtigsten Wohltätigkeitsveranstaltungen des Jahres, das die internationale und diplomatische Community in Tschechien einbezieht. Rund 50 Botschaften beteiligen sich an diesem Ereignis, wobei jedes Land ein bis drei Tische zur Verfügung hatte und landestypische Spezialitäten verkaufte. Zudem war das Eintrittsticket auch ein Los für die Tombola, wo man schöne Preise gewinnen konnte, die von den jeweiligen Botschaften gespendet wurden.

Die gesammelten Gelder, meist so um die 4 Millionen Tschechische Kronen werden an rund 30 Wohltätigkeitsorganisationen verteilt. 

Die Schweiz hatte dieses Jahr 3 Tische zur Verfügung, die voller Leckereien waren. Es wurden Schokolade, Guezli, Käse, Bündnerfleisch, Uhren, Taschenmesser usw. verkauft. 



 


Und um ca. 16 Uhr war schon praktisch alles verkauft worden, wobei die Veranstaltung noch bis 17 Uhr dauerte.


v. l. Laurent, Jiri, Auzier

Auch dieses Jahr konnte das Schweizer Team dank der grosszügigen Sponsoren  einen schönen Beitrag zum Gesamtertrag beisteuern.


v. l. Auzier, Jiri, Anna Laura und Vera


Weitere Impressionen des Tages sind in unserer Fotogalerie zu finden.




Geschrieben von
Daniela Hospes

Donnerstag, 8. November 2012

Unser Monatstreff 07.11.12


Wie im Urlaub? 
Ja diese Frage habe ich mir am 07.11.2012 selber gestellt. 

Wie in den letzten 2 Zusammenkünften im Swiss Restaurant bei Helmut in Prag (Anm. d. Red. Restaurant wurde am 22.09.13 aufgelöst) war auch gestern um 18.00 Uhr wieder die Zeit gekommen, wo sich die Schweizer und Tschecho-Schweizer ein Stelldichein gaben. Schnell wurden Getränke bestellt und sofort wurde von der letzten Testfahrt mit dem Leo Express in Velim/CZ heiss diskutiert. Die Begeisterung über diesen Tag schwappte immer noch über. Es wurde über die Fahrpreise gesprochen und jeder meinte, ich solle mit meiner Frau einen schönen Ausflug nach Ostrava machen, um diesen Komfort im Zug zu geniessen. 


Jana und Georg diskutieren begeistert über die LEO-Testfahrt

Diskutieren gibt folglich auch Hunger und so bestellten alle eine Speisekarte. Russisch, Englisch, Tschechisch oder Deutsch, jeder hatte die grosse Karte in seiner Muttersprache vor sich. Nach dem bestellt wurde, folgte nach kurzer Zeit der Service, die bestellten Gerichte und Brot wurden im schnellen Tempo serviert. Jeder begutachtete den Teller des anderen. Sofort entdeckte ich eine schön gebackene Kalbsbratwurst (Original Schweizer Produktion). Ja, ich fühlte mich wie an der Olma in St. Gallen oder anderswo in der Schweiz. Ein weiterer Blick und ein wunderschön angerichteter Teller mit Original Bündner Fleisch. Ich fühlte mich wie im Bündnerland in einer Alphütte. Zürich-Geschnetzeltes mit Rösti, einfach alles sehr schön angerichtet und in einer Super Qualität.


v. l. Petr, Hanspeter, Georg, Karel, Peter, Jana


 


Ja wir haben die Heimat hier in Prag (Anm. d. Red. Restaurant wurde am 22.09.13 aufgelöst) Petr verlangte nach dem Essen 3 Teller und füllte diese mit feinem Weihnachtsgebäck auf. Danke Peter, das war das Tüpfchen auf dem ii. So kam bereits leichte Weihnachtsstimmung auf. 


Das was noch von den Weihnachtsguezli von Petr übrig geblieben ist...

Apropos Weihnachtsstimmung,  am nächsten Treff um 18.00 Uhr wird Daniela uns in die weihnachtliche geschmückte Altstadt in Prag entführen und uns etwas über die alten Weihnachtsbräuche erzählen. Zudem soll die Atmosphäre  mit den Lichtern, dem Tannenbaum- Aroma und dem Glühwein ein wenig Stimmung in unsere Herzen bringen. Nach diesem Besuch wird Daniela, die dipl. Reiseführerin von Prag uns wieder zurück ins Restaurant (unserem Treffpunkt und Stammlokal) führen. Dort werden wir erwartet und anschliessend wird ein Original Schweizer Fondue serviert (Kosten für jeden 289 Kc/je Portion Fondue). Ich freue mich schon auf dieses Treffen mit meinen Freunden. 


     Franz und Karel                              Petr und Hanspeter 

Helmut, der Wirt unseres Stammlokals mit Samuel dem Haushund
Die sich drehende Uhr kennt keine Pause und so war schnell die Zeit gekommen, um wieder mit dem öffentlichen Verkehrsmittel den Heimweg anzutreten.


Weitere Fotos wie immer in unserer Fotogalerie.


für den SwissClub.CZ
geschrieben vom 
fliegenden Reporter

Georg Stuber

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Bündner Gerstensuppe Rezept

Bündner Gerstensuppe nach Markus
Währschafte Suppe für die kalte Jahreszeit.

Vorbereitungszeit: 30 Minuten
Zubereitungszeit: ca. 2 1/2 Std
















Zutaten: für vier Portionen
60 g Rollgerste

1/2 Sellerie

2 Karotten

2 Kartoffeln

1/2 Weisskohl

1 Lauchstengel

2 EL Öl

1 Bouillonwürfel

300 g Rohnuss-Schinkli oder 300 g Bündnerfleisch

2 EL Rahm
Salz, Pfeffer aus der Mühle
Die Gerste waschen und über Nacht einweichen.
Zubereitung:
  • Sellerie, Karotten und Kartoffeln schälen und in kleine Würfel schneiden. Die dicken Rippen vom Kohl wegschneiden und diesen in Streifen schneiden, den Lauchstengel rädeln.
  • Das Öl in einer grossen Pfanne erhitzen und Sellerie, Karotten und Kohl darin durchdünsten.
    Gerste und Lauch und ca. 2 1/2 Liter Wasser beifügen.
  • Den Bouillonwürfel darin auflösen und das Ganze während 2 1/2 Stunden köcheln lassen.
  • Rohnuss-Schinkenwürfel, Bündnerfleischwürfel in die Suppe geben und eine weitere halbe Stunde ziehen lassen.
  • Nach der Garzeit mit Salz und Pfeffer aus der Mühle abschmecken und kurz vor dem Auftischen mit Rahm verfeinern.
Gerstensuppe servieren Sie mit traditionellem, knusprigem Bündner – Roggenbrot oder einem frischgebackenem Hausbrot.

Geschrieben von 
Markus Bosshard

Dienstag, 9. Oktober 2012

Unsere Testfahrt im LEO Express 06.10.12


Mein erstes Mal……… 
Nein, nicht das was Du jetzt meinst, nein. Lach…… Ja aber schön der Reihe nach… 

Wir vom Swiss Club in Tschechien und einige Mitarbeiter des Planungsbüros der Stadler Rail in Prag hatten am 6. Oktober 2012 die einzigartige Möglichkeit den neusten, 5-teiligen Super-Zug (Leo Express) der Firma Stadler Rail auf dem Test-Ring in Velim 2 Stunden lang zu testen. 




Um 09.30 Uhr versammelten sich die 34 angemeldeten Personen am Eingang des Test Zentrums für Eisenbahnen in Velim. 



Um 10.05 Uhr fuhr der neue Zug im Flüsterton vor das Perron und wir konnten die ersten Fotos klicken und den Zug von aussen besichtigen. Schwarz und mit Gold Files zeigte er sich in seiner ganzen Eleganz. Mächtig diese 5er Kombination. Ja ich möchte sogar sagen, edel wie er da steht. 





Herr Laczo, der Projektleiter der Firma Stadler gab uns das Zeichen zum Einsteigen. Wauw, tönte es sehr schnell und immer wieder durch den Zug. 3 Klassen hat dieser Zug. Ja und von vorne bis hinten ist im Passagierraum nur 1 Türe. Vom Eingang links geht es zum VIP Abteil mit nur 6 Sitzplätzen. Alle in Leder, elektrisch verstellbar bis hin zum gemütlichen Bett. 


Georg und Roger relaxen in den Sitzen der VIP Premium Klasse 

Super grosse Toiletten und das Invaliden WC mit einer Wickelstation für Mütter mit Baby ist ein halber Tanzsaal, einfach nur Spitze. Vom VIP Abteil führt eine Glastüre in den Führerstand des Zugführers. Schnell begaben sich einige zum Zugführer und schauten diesem über die Schultern. 





Sanft und ohne Rumpeln ging die Fahrt über Weichen und auf den Test Ring. Die erste Fahrt musste mit 60 km Geschwindigkeit gefahren werden, ist eine Vorschrift. Nach der ersten Runde durfte dann die erste Person auf den Lokführer Sessel sitzen. Vera, die neue Zugführerin strahlte, langsam setzte sie das 179 Tonnen schwere Gefährt in Bewegung und beschleunigte den Zug bis auf 160 km. 


Vera als Zugführerin, Daniela feuert sie an...
Aber gell Vera, das erste Mal als Lokführer ist schon etwas Einmaliges im Leben. Ja dieser Zug ist sogar bis 190 km abgenommen. Der ganze Test-Ring von 23 km Länge konnte mit 160 km gefahren werden. Man durfte auch bremsen und wieder neu anfahren. Schon ist die erste Runde fertig. Ein neuer Lokführer (auch Kinder der Angestellten durften den Zug führen) auf dem Sitz und wieder eine Runde. 


  

v. l. Franz Laczo, Georg, Jana, Franz, Franta

Jeder konnte sich im ganzen Zug frei bewegen und das wurde sehr geschätzt. Alles wurde getestet, die automatischen Türen zum WC, die Tische, die Garderobe, Lautsprecher ja einfach alles. Lorella testete sogar den Notfall-Knopf für Invaliden. Ja aber wie stellt man den Alarm wieder ab? Ein Techniker nahm sich dieser Sache an. Auch er hatte seine Mühe mit der neuen Technik und so schraubte er einfach die Sicherung für den Alarm heraus. 


  

Wir Schweizer sind uns ja schöne und moderne Züge gewohnt, aber was hier auf die Schienen gestellt wurde, ist einfach noch eine Nummer grösser, schöner und komfortabler. Auf der ganzen Fahrt kein Rumpeln, kein Lärm, kein Quietschen einfach nichts und sehr leise. Bei 160 km schneller Fahrt konnten wir uns im ganzen Abteil in normaler Lautstärke unterhalten. Ich möchte hier noch erwähnen, dass in der Schweiz erst wenige Strecken mit dieser Geschwindigkeit gefahren werden dürfen. 


Franz Laczo Projektleiter von Stadler Rail, der uns alles rund um den LEO Express erklärte und zeigte
Herr Laczo wurde von uns richtig in die Zange genommen und er musste über die Technik des ganzen Zuges Auskunft erteilen. So erwähnte er auch, dass nur vorne und hinten ein Drehgestell mit Motor und Getriebe montiert sei. Die anderen Fahrgestelle bei den Wagenübergängen seien ohne Motor und Jakobsgestelle, das heisst, es sind immer 2 Wagenteile mit einem Drehgestell verbunden. Ja die Zeit war viel zu kurz und um 12.05 Uhr war leider die Testfahrt für uns beendet.  

  

Grosser Dank gebührt unserer Jana, die bei der Firma Stadler arbeitet und ohne sie dieses tolle Erlebnis nicht zu Stande gekommen wäre. Dann möchte ich mich bei Herrn Franz Laczo für die spannenden Informationen und die geduldige Beantwortung unserer Fragen herzlich bedanken und dass er sich für uns an diesem Samstag Zeit genommen hat. Wir wünschen ihm für die Zukunft nur das aller Beste. Allen rückwärtigen Diensten die uns dies ermöglicht haben ein Dankeschön, vor allem der Firma Stadler Rail, den Verantwortlichen des Testrings und auch Herrn Leoš Novotný, als neuem Besitzer von 5 dieser Züge. 

Als Dank durfte ich am Schluss Herrn Laczo im Namen des Swiss Clubs einen Original Caran d‘Ache Kugelschreiber in Silber überreichen und von seinen Kollegen der Firma Stadler Rail erhielt der Projektleiter 2 exklusive Eisenbahnmodelle. 


Georg, rechts übergibt Franz Laczo (in oranger Jacke) ein Geschenk im Namen des Swiss Club cz

Zum Schluss kann ich dem neuen Besitzer und dem Zug nur das Allerbeste wünschen. Ein herzliches Dankeschön von uns allen! So etwas Einmaliges werden wir nie wieder so erleben. Bravo allen Beteiligten.

Viele weitere Fotos sind wie immer in unserer Fotogalerie zu finden.

Der fliegende Reporter
Georg Stuber


Ein paar interessante Daten zum LEO Express:


Baujahr: 2012
Hersteller: Stadler Rail AG
Eigentümer: LEO Express a.s.Leoš Novotný
Strecke: In Tschechien / Prag - Pardubice - Olomouc - Ostrava - Bohumin
Wagenkomposition: 5 Wagone
Sitzplätze: Premium Klasse -    6 VIP Sitzplätze
               Business Klasse -   19 Sitzplätze
               Economy Klasse - 212 Sitzplätze
Länge: 90´178 mm
Höhe:    4´270 mm
Breite:   2´880 mm
Gewicht bei voller Belegung: 176 t
Maximale Geschwindigkeit: 190 km
Durchschnittliche Reisegeschwindigkeit: 160 km