Sonntag, 26. Mai 2013

Eishockey WM 2013 aus der Froschperspektive

So unbedeutend für viele Zeitgenossen sportliche Erfolge oder Misserfolge sein mögen – einige Gedanken zu der diesjährigen Eishockey WM dürfen erlaubt sein:
Die ultimativen Schlüsselspiele für die in Tschechien wohnenden Schweizer waren die Spiele gegenüber dem Team unseres Aufenthaltslandes.
Eines vorweg: Immer noch träume ich von den früheren Teams der Tschechoslowakei, den Teams von Tschechien, ihren Erfolgen, ihren Geschichten.
Eine Analyse der WM Spiele erübrigt sich angesichts der breiten Berichterstattung die stattgefunden hat. Interessant ist jedoch die Betrachtung aus der Froschperspektive.
Ich habe das Glück, das Privileg  und die Gelegenheiten mit „einfachen„ Tschechen zu kommunizieren. Ehrlichen, spontanen Menschen, die für mich persönlich den wichtigsten Faktor für einen zufriedenen Aufenthalt in Tschechien darstellen.
Drehen wir die Zeit zurück: Noch vor 15 Jahren war eine Person aus der Schweiz beachtet, geachtet, teilweise bewundert. Dies wegen ihrer Herkunft. Die Bewunderung der Schweiz und deren Bewohner hat sich dramatisch reduziert. Eigentlich ist sie nicht mehr vorhanden. Viele Gründe sind dafür verantwortlich. Diesen Imageverlust aufzuhalten wird unsere Beamten- und Politikerkaste nie und nimmer zu schaffen wissen.
Und hier kommen unsere Eishockeyaner ins Spiel: 
In unserem kleinen Dorf Makotrasy haben mir wildfremde Leute die Hände geschüttelt und gratuliert. Da ich zuverlässig wusste dass ich keinen Geburtstag habe folgerte ich messerscharf, dass ich stellvertretend für unser Eishockeyteam Hände schütteln durfte. Auf meiner Sonntäglichen Trainingsrunde auf dem Rennvelo haben Leute an der Strasse „Finale“ gerufen da ich mit meiner BMC Bekleidung unschwer als Schweizer zu identifizieren war.
Hey – das erste Mal seit Jahren dass man als Schweizer wieder überaus positiv wahrgenommen wird. Das man beachtet, wahrgenommen und vielleicht sogar etwas beneidet wird.
Und der Grund dazu ist diese profane Sportart Eishockey. Sie hat geschafft was die offizielle Schweiz mit duzenden aus dem Fenster geworfenen Spendermillionen nicht geschafft hat. Einfach so.
Einfach so? Nein. 
Die Mannschaft der Schweiz verfügt über recht gute Spieler. Aber eigentlich keine im Format der Leader der Konkurrenzmannschaften oder dem Team der Tschechen. International gut, bieder  - nicht mehr und nicht weniger. Der Grund für den Erfolg des Schweizer Teams liegt darin, dass die Spieler kompromisslos als Team aufgetreten und gearbeitet haben. Die Kompromisslosigkeit, dieses Arbeiten für Alle, dieses Einstehen für die Mitspieler, diese Radikalität in der Umsetzung- diese Faktoren haben zum Erfolg geführt. Das wurde im Team der Tschechen schmerzlich vermisst und daran wird sich unter dem derzeitigen Trainer nichts ändern. Das haben diese „einfachen“ Menschen auf der Strasse gespürt und entsprechend reagiert.
Der Schweizer zu Hause – wir in Tschechien – haben das wohlwollend zur Kenntnis genommen. Aber gelernt daraus? Wenn wir nur die Hälfte dieses vorgelebten Teamgedankens in unserem Rahmen als Auslandschweizer entwickeln könnten, wäre vieles einfacher. Der Behördenwillkür wären nicht wie jetzt Tür und Tor geöffnet. Dem Beamtendiktat könnte man Grenzen aufzeigen.
Um dies zu erreichen braucht es das, was unsere Schweizer Nati aufgezeigt hat. Kompromissloses Teamspiel, Zusammenarbeit, Radikalität bei der Umsetzung guter Ideen. Übernehmen von Verantwortung für sich – für Andere – für das Team. Nicht nur eine gesellschaftliche Herausforderung, sondern eine absolute Notwendigkeit.
Wunschdenken – Nein – das Ergebnis solcher Bemühungen haben wir in der letzten Woche erlebt. Darüber nachzudenken lohnt sich.
Geschrieben von 
Hans Peter Steiner



Freitag, 3. Mai 2013

Unser Monatstreff 01.05.13

Trotz eines Feiertages, nämlich dem Tag der Arbeit, kamen 5 Männer in Stammlokal zum Monatstreff zusammen. 

Georg und Hans Peter

Georg war in Geburtstagsstimmung und Spendierlaune, es gab Schinkengipfeli (echt gueti - vom Helmut gemacht) und es wurde mit Bier und Wein angestossen.


v. l. Thomas, Helmut und Georg