Samstag, 15. Juni 2013

Unser Monatstreff 05.06.2013

Es war ein denkwürdiger Abend, dieser 5. Juni an dem sich die SwissClub Gruppe zum Monatstreff zusammenfand. Nach den letzten Tagen, in denen starke Regenfälle und massive Hochwasser das Land und Teile von Prag verwüsteten, fuhr die Metro zwar wieder, aber die Stadt war noch in höchster Alarmbereitschaft. Diese Ereignisse und die vielen menschlichen Schicksale wurden mitfühlend und rege diskutiert.


Hochwasser in Prag 2013, im Hintergrund die Karlsbrücke              Foto: Petr Menousek

Dieser Tag sollte aber auch für unsere Gruppe ein positiver Schlüsseltag werden!
Nachdem die Meisten angekommen waren und eine angenehme Stimmung herrschte, meldete sich Georg zu Wort und präsentierte den überraschten Anwesenden einen handfesten Vorschlag der ersten Vereinsstatuten für unseren SwissClub. Bisher waren wir eine kleine, aber aktive Gruppe ohne offizielle Struktur gewesen, obwohl wir schon des öfteren eine offizielle Formgebung zaghaft erwogen und diskutiert hatten. Georg, als Mann der Tat, hat sich dieser Sache spontan angenommen, recherchiert und alles perfekt zusammen gestellt. Sein Vorschlag wurde mit Begeisterung auf- und angenommen. Lieber Georg, herzlichen Dank für Deine Zeit und grosse Arbeit, die Du mit Begeisterung investiert hast!


v. l. Vera, Georg und Helmut
Am 03. Juli, ab 18 Uhr findet die erste Generalversammlung unseres frisch gebackenen SwissClub CZ statt. Wir freuen uns auf zahlreiche Teilnehmer/innen und viele neue Mitglieder, seid herzlich willkommen! (Details und Traktandenliste hier klicken…) Gemeinsam können wir für uns Auslandschweizer etwas Schönes hier in Tschechien aufbauen…


v. l. Karel und Hans Peter

 
                                   v. l. Jan und Franz                                                    Petr und Thomas

Alice und Jan
Um dieses denkwürdige Ereignis zu feiern, spendierte Georg allen Champagner.
Jan und Alice, die das erste Mal dabei waren, doppelten gleich noch mit einer weiteren Flasche nach. Und so ging der Abend mit einer guter Laune zu Ende…

Mehr Fotos wieder in unserer Fotogalerie.


Geschrieben von
Daniela Hospes

Mittwoch, 5. Juni 2013

Land unter – aus der Froschperspektive

Und wieder hat es uns erwischt. Nach den Erfahrungen aus dem Jahre 2002 – „so etwas darf nie mehr passieren“ – passierte „es wieder“.



Nicht die Niederschläge und deren Folgen. Sondern – einmal mehr – die katastrophale Vorbereitung auf solche unausweichlichen Naturereignisse. Die „Verantwortlichen“ realisierten viel zu spät dass Gefahr im Anzug war. 

Alarmierung der Betroffenen kam von Unten nach Oben. Einmal mehr stand Selbsthilfe vor Fremdhilfe. Einmal mehr war es der Bürger und die unteren Chargen von Feuerwehr, Polizei und Rettungskräften die den Karren aus dem Wasser zogen. Einmal mehr beeindruckte die Solidarität der Tschechischen Bevölkerung mit den Betroffenen. Diese Tatsache, diese Erkenntnisse machen mir das „Volk“ so sympathisch. 

Und weiter? – vergiss es...

Betrachtet man die Situation aus der Froschperspektive sieht es in Prag wie folgt aus: Die Stadtregierung beschäftigt sich vornehmlich mit ihren eigenen Problemen. Machiavelli vor Hydrologie, Brutus gegen Meteorologie. Fachkompetenz wurde im Handstreich abgewählt und in die Wüste geschickt derweil dilettierende Parteischaffende auf der Suche nach funktionierenden Netzwerken sind. Dazu – wen wundert’s - Wahlvorbereitung statt Krisenmanagement. 

Die Minister trafen sich erstmals am Sonntagabend. Auch Sie zu spät, zu wenig informiert, nicht vorbereitet. Man kann auch da keine Leichtfertigkeit vorwerfen. Es ist die pur gelebte Unfähigkeit, sich mit den Bürgern und deren Problemen auseinanderzusetzen. Die Lächerlichkeit, angesichts dieser Probleme 1000 Militärpersonen in Einsatz zu bringen, unterstreicht diese These. Die zu späte Alarmierung, das Kompetenzgerangel, fehlende Ressourcen all dies rundet das schlechte Bild ab.

Von der Burg ist keine grosse Hilfe zu erwarten. Dort wird der Pegelstand seit Kurzem nicht mehr metrisch sondern in Promille gemessen. Zumindest für den Tischkalender unseres verehrten Präsidenten hätte ich den treffenden Muotathaler Tagesspruch: „Wänns obä schifft und unä saicht häschs mit em Wetter nöd guet braicht“. Das würde er verstehen – vielleicht.


Geschrieben von
Hans Peter Steiner

Impressionen zum grossen Hochwasser 2013: