Donnerstag, 23. Juli 2015

Petanque Plauschturnier in Prag 17.07.2015

Hitchcock im Žluté Lázně
Mehr Spannung geht nicht, das hätte bestimmt auch Hitchcock bestätigt: Erst die allerletzte gespielte Kugel entschied über den Ausgang des bereits zum vierten Mal durchgeführten Petanque-Turniers des SwissClub CZ in Prag, indem Ilona's "Meisterschuss" im "Tie break" der 4. Runde Natalyia's "shot" liegende Kugel nicht nur perfekt wegbeförderte, sondern gleichzeitig nächstplatziert zum "Schweinchen" liegen blieb! …

Ilona´s "Meisterschuss"

... Aber alles schön der Reihe nach:

Zum Glück zeigte sich Petrus von seiner versöhnlichen Seite und machte seine nachmittäglich kurz angedeutete Gewitterdrohung nicht wahr.

 

Vorfreude und Vorbereitung zum Petanque Plauschturnier 2015

So konnten sich die letztlich 18 SpielerInnen und einige zuschauende Fans bei prächtigem Sommerwetter in ebensolcher Umgebung - die Freizeitanlage "Žluté Lázně" ist ein wahres "Bijou" für Outdoor-Veranstaltungen - auf einen unbeschwerten Wettkampf freuen.

Die Organisatoren: Roeby & Jana beim Auslosen der Teams

Nachdem sich die Auslosung der Teams aufgrund einiger kurzfristiger Abmeldungen und diversen "no shows" etwas verzögert hatte, konnte ich als Turnierleiter schliesslich kurz nach 19:30h alle TeilnehmerInnen zur Kurzerläuterung über die Regeln des Petanquespiels, das Spielmaterial sowie den Turnierablauf bitten.


 


Nicht einmal in meinen schlimmsten Albträumen hatte ich mir vorstellen können, wie schwierig es sein würde, die Aufmerksamkeit von 1 1/2 Dutzend volljährigen Menschen für wenige Minuten auf mich fokussieren zu können! Vielleicht hatte ich es mit lauter Petanqueprofis zu tun - die spätere Beobachtung der Wettkämpfe als neutraler Beobachter lässt mich allerdings diese Variante mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausschliessen :-) - oder meine Stimme ist definitiv zu wenig "sonor". Jedenfalls werde ich beim nächsten Mal bestimmt eine Vuvuzela oder ein ähnliches Hilfsmittel bei mir haben, um mir Gehör zu verschaffen! :-)


Trotz grösster Bedenken, dass diverse bei der Instruktion unaufmerksame SpielerInnen das Gefühl haben könnten, mit den Stahlkugeln an einem Kugelstoss-Wettkampf (inkl. inhärentem Verletzungsrisiko) teilzunehmen, gab ich die Paarungen bekannt und anschliessend den verbalen "Startschuss" zur ersten Runde.



Voller Ehrgeiz wurde um jeden Millimeter Nähe zum Zielobjekt, dem sog. "Schweinchen", "cochonette" oder "prasatko" gekämpft. Fast schon andächtig wurde jeder Wurfverlauf von den 4 Augenpaaren der SpielerInnen auf einer Bahn mitverfolgt. Nicht immer (böse Zungen behaupten sogar: eher selten) erfolgten die geplante und die effektive Ausführung des Wurfes deckungsgleich! Des Öfteren genügte deshalb das menschliche Augenmass nicht, um die bestliegende Kugel zu identifizieren, weshalb zum "ultimativen Schiedsrichter", dem Metermass, gegriffen werden musste.

 



Insgesamt wurden 4 Spielrunden durchgeführt. Wie ausgeglichen die Stärke der Mannschaften  trotz Zusammenstellung durch "Blindziehung" war, beweist die Tatsache, dass kein Team all seine 4 Spiele gewinnen konnte und jedes Duo mindestens einen Sieg erringen konnte!

Letztlich musste, wie die nachfolgende RANGLISTE beweist, zur Festlegung der Siegermannschaft gar die Direktbegegnung beigezogen werden!

Die Preisträger und das "Pechvogel"-Team des Abends:
1. Thomas & Meni        3 MP / + 7 EP  (Sieger DB)
2. Daniela & Jan           3 MP / + 7 EP  (Verlierer DB)
3. Ilona &  Franz          3 MP / + 5 EP
4. Natalya & Ivana D.    3 MP / + 4 EP
(gesamthaft waren es 9 Mannschaften)

Legende der Abkürzungen:
MP  = Mannschaftspunkte
EP  = Einzelpunkte
DB  = Direktbegegnung

1. Rang: Thomas & Meni
2. Rang: Daniela & Jan
3. Rang: Ilona & Franz


Das Turnier ging verletzungsfrei - meine diesbezüglichen Bedenken erwiesen sich folglich als unbegründet - und ohne den leisesten Misston (Streitfall) über die Bühne. Für diese sportliche Fairness spreche ich allen Teilnehmenden ein grosses Lob aus!

Nach Abschluss des Turniers, über dessen Ausgang zum damaligen Zeitpunkt einzig der Turnierleiter Kenntnis hatte, stellten sich die abgekämpften aber (meist) zufriedenen WettkämpferInnen zum traditionellen Gruppenfoto auf der Wiese an der Moldau auf!


Anschliessend ging's wohlverdient zu Speis und Trank auf die Terrasse des nahegelegenen Restaurants, wo es den Meisten gelungen sein dürfte, die beim Petanquespiel verlorenen Kalorien wieder aufzutanken!

 


Mit der Rangverkündigung durch den Turnierleiter und der Preisübergabe an die drei beklassierten Teams durch die Co-Organisatorin Jana, der ich - bestimmt im Namen aller Anwesenden - an dieser Stelle nochmals ein gaaaanz grosses Dankeschön für ihre Vorbereitungsarbeiten und die tolle Zusammenarbeit im OK ausspreche, endete der offizielle Teil dieser (hoffentlich nicht nur) aus meiner Sicht sehr gelungenen Veranstaltung.


Berichterstatter: 
Roeby Mesmer

Viele weitere, stimmungsvolle Fotos von Daniela, Jaja und Thomas sind in unserer Fotogalerie zu finden… Hier klicken...


Mittwoch, 8. Juli 2015

Treffen von Schweizer Verein und Club Delegierten der osteuropäischen Länder in Vaduz 2015

Österreich, Slowenien, Slowakei, Ungarn, Kroatien,  Tschechien und Liechtenstein, das sind die Länder, die vom 5. - 7. Juni 2015 ihre Delegierten der Schweizer Kolonien nach Vaduz im Fürstentum Lichtenstein sandten. 

Im Abstand von 8 Jahren findet die Delegiertenversammlung im Fürstentum Lichtenstein statt. Dieses Jahr hatte der Schweizer Verein im Fürstentum Liechtenstein die ehrenvolle Aufgabe erhalten, diese Tagung der Landesdelegierten eben in Vaduz zu organisieren. Auch der Schweizer Botschafter aus Wien und der Chef der Konsulardienste in Wien waren 3 Tage zu Gast an dieser Tagung. Zudem viele Delegierte des eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten aus Bern. Delegierte von Auslandschweizer Organisationen und die Präsidenten aller Vereine im Land.


Kurz nach dem Eröffnungs-Apèro folgte bereits der erste Höhepunkt. Der Liechtensteiner Präsident gab uns die Kleiderordnung bekannt. Zudem war an diesem sehr heissen Sommertag für die Herren auch Krawatten Pflicht. So bestiegen wir den Bus und liessen uns zum schönen Schloss in Vaduz führen.  Nach der strengen  Einganskontrolle begaben wir uns in den Innenhof des Schlosses, um weiter zum Haupttor zu gelangen. Beim hin spazieren bemerkten wir  bereits die Fürstin, die jeden von uns persönlich begrüsste. Ja es wurden sogar einige persönlichen Worte gewechselt. Nachher wurden wir ins Schloss geführt, wo das Protokoll wartete und jeder von uns sehr warm und herzlich von der Erbprinzessin Sophie (6. v l) begrüsst wurden. 

Erbprinzessin Sophie 6. v l

Sie begab sich zu jeder Gruppe und zeigte sehr grosses Interesse über unser Dasein. Ja, als ehemaliger St. Galler zeigte Sie mir besonders ihr Interesse an meiner Stadt. Auch der Fürst kam hinzu und begrüsste jeden einzelnen. Es waren ja sogar sehr gute Freunde des Fürstenpaares darunter. Nach einer Stunde, welche viel zu schnell verfloss, verabschiedete sich Erbprinzessin Sophie mit einem lieben Händedruck und ein paar persönliche Worten von jedem Einzelnen.


Mit dem Bus wurden wir zurück nach dem Tagungshotel gefahren, wo uns noch viel Arbeit erwartete.

Ja, dieser Ausflug zum Fürstenpaar beeindruckte mich sehr, und nun weiss ich auch, warum das Fürsten Paar so beliebt und stark in der Bevölkerung verankert ist.

Geschrieben vom Delegierten 
der Tschechischen Republik
Georg Stuber