Freitag, 29. Januar 2016

BOWLING-TURNIER 2016 des SwissClub CZ

Eine Quizfrage zum Einstieg:
Was verbindet
a) die Mundartaussprache einer Handarbeit (Stricken)
b) die Mundartaussprache der Schweizer Lieblingsbeschäftigung (Sparen)
c) das englische Wort für den amerikanischen Weihnachts-Truthahn
d) das englische Wort für eine Anstecknadel mit Signet
e) das englische Wort für Fräulein??
Bingo!!

"Strike" (engl. Aussprache), "Spare" (engl. Aussprache), "Turkey", "Pin" und "Miss" sind alles Begriffe aus dem Bowlingsport!

Diese "Horizonterweiterung" sowie diverse persönliche "Grenzerfahrungen", wie zum Beispiel: das versteckte Herunterschlucken des Ärgers über einen eigenen missglückten Wurf; die gekonnt zurückgehaltene Schadenfreude über den missglückten Wurf eines Konkurrenten; die nach 40+ Würfen mindestens zweitägige Sehnenentzündung in der Beugung des Wurfarms oder das Nichterreichen bzw. Übertreffen des persönlichen Punkterekordes, haben all jene SwissClübler leider verpasst, die nicht am diesjährigen Bowlinganlass im winterlichen Zličin teilgenommen haben!

Dabei hätte das Spiellokal durchaus alternative Beschäftigungsmöglichkeiten geboten, wie nachstehendes Foto beweist!


Aber alles schön der Reihe nach:
Von den 16 anwesenden Mitgliedern und Freunden des SC nahmen 13 ebenso gespannte wie ambitionierte Bowlerinnen und Bowler den Wettkampf um die Medaillen sowie die beiden Sonderpreise (mehr dazu später) in Angriff. Dass sich darunter auch 2 Gäste (eine junge Dame aus der Ukraine und der spätere Sieger) befanden, die m. W. zum ersten Mal an einem Anlass des SC teilnahmen, freute die Organisatoren ganz besonders.

Bevor sich die Wettkämpferinnen und Wettkämpfer aber überhaupt in die "Arena" bewegen durften, stand ihnen zuerst noch ein "Tenüfez" (Begriff aus der Schweizerischen Militärterminologie, besonders berüchtigt bei Absolventen der Rekrutenschule!) - bzw. genauer gesagt ein "Fusswerkfez" -, bevor, indem sie ihre Winter-Fussbekleidung gegen bequeme Bowling-(Turn)Schuhe eintauschen durften/mussten (allerdings nur befristet auf die Dauer des Wettkampfes, versteht sich). Mit Blick auf die Resultattafel passierte offensichtlich bereits bei dieser Schuhwahl bei vielen der vorentscheidende Fehler, was bei der umwerfend grossen Angebotsvielfalt auch nicht wirklich erstaunt!


Die meisten Aktiven nutzen die von den beiden Organisatoren Hans Peter und Röby in weiser Voraussicht reservierte Trainingsmöglichkeit vor dem eigentlichen Wettkampfstart.

Einige von ihnen konzentrierten sich dabei vorbildlich und mit Ausdauer auf Bahn, Zielobjekt (Pins) und Spielgerät (Bowlingkugeln).

Andere wiederum unterschätzten die bevorstehenden Anforderungen gewaltig und wählten lieber die "alternative" Vorbereitungsform!


Nach einer Willkommensrede unseres Präsidenten Georg und einer kurzen Einführung von Turnierleiter Röby in die Spiel- und Zählregeln des Bowlings, den Turniermodus sowie die Bahnzuteilung, gab letzterer den kaum mehr zu bremsenden Hobby-Bowlerinnen und -Bowlern das Startzeichen zur Absolvierung ihres Wettkampfprogrammes.

Mit (mehr oder weniger) "stupender" Technik, verfolgt von gespannten Blicken und nicht selten auch akustisch unterstützt von "fachmännischen" Zwischenrufen von vermeintlich wohlwollenden Unterstützern (in Wirklichkeit aber wohl eher bewusst irreführenden Konkurrenten), nahm das Streben nach Turkeys, Strikes und Spares seinen Lauf.


Und wer regelmässig auf den Resultatmonitor schaute, konnte bereits nach den ersten paar Frames - ein Durchgang besteht aus 10 Frames - feststellen, wie sich einzelne Teilnehmer als Favoriten auf den Sieg herauskristallisierten!
Dass bei den meisten anderen Spielerinnen und Spielern durchaus noch unausgeschöpftes Potential vorhanden war und ist, beweist das des Öfteren zu beobachtende, frappante Wechselspiel von "Miss" (= "Nuller") und "Strike" (= alle 10 Pins in einem Wurf) innerhalb des gleichen "Wurfpaares"!
Allerdings dürfte ein wesentliches Handicap für uns Amateure im Vergleich zu den auf den Nebenbahnen spielenden "Profis" wohl auch darin bestanden haben, dass niemand von uns einen der von ihnen benutzten "stylischen" Bowling-Handschuhe besass! :-)


Nach zwei Spielrunden a je 10 Würfen pro Spieler, stand das Endergebnis, und somit die Gewinner der von Co-Organisator Hans Peter gespendeten Preise, fest. Dabei dürfte es nur die Wenigsten überraschen, dass sich für einmal Jugendlichkeit gegen Erfahrung durchsetzen konnte!
Dass der Gesamtsieger des Turniers auch Bowling-stilistisch eine äusserst vorteilteilhafte Figur abgab, beweist die nachfolgende Fotoserie, die bei vielen Anwesenden gar den Verdacht aufkommen liess, ob er nicht Modell gestanden hatte, als der Maler die "bewegten" Wände der Bowlinganlage gemalt hatte?!




Nach geschlagener Schlacht versammelten sich alle Mitwirkenden zum traditionellen "Gruppenbild mit Damen" (frei nach Heinrich Böll), wobei es sich die allermeisten nicht nehmen liessen, die vorher bei so manchem Wurf verwunschene Kugel telegen in die Kamera zu halten und so Frieden mit dem Spielgerät zu schliessen!


Kurz nach 21 Uhr konnte der Turnierleiter zur Rangverkündigung schreiten und folgende Ergebnisse mitteilen:

GESAMTRANGLISTE: (13 Teilnehmerinnen- und Teilnehmer):
1. Michal (Goldmedaille)
2. Thomas (Silbermedaille)
3. Jana (Broncemedaille)
DAMEN: (6 Teilnehmerinnen)
1. Jana (101 Punkte)
2. Fränzi (89)
3. Natalya (81)
HERREN: (7 Teilnehmer)
1. Michal (171!! Punkte)
2. Thomas (146!)
3. Röby (100)

Die beiden Kategoriensieger erhielten als Spezialpreis je eine Box mit exklusivem "Traubensaft in perfekt fortgeschrittenem Gärstadium" aus Frankreich!
Dass sich unser Gabentisch zwar bezüglich Quantität nicht mit jenem des parallel laufenden "Profi"-Turniers messen konnte, diesen jedoch bezüglich Qualität bei Weitem ausstach, bezeugen die zwei nachstehenden Fotos.



Nachdem die strahlenden Sieger gebührend gefeiert und alle Tränen der enttäuschten Verlierer getrocknet waren, klang dieser gemütliche Abend bei diversen leckeren Nachtessen, mehr oder weniger alkoholhaltigen Getränken und angeregten Diskussionen stilvoll aus.


An dieser Stelle danke ich meinem Freund Hans Peter nochmals - sicherlich auch im Namen aller Teilnehmer/-innen - herzlich für das edle Sponsoring der Preise und die gemeinsame Organisation des Anlasses.

PS: Die Dopingprobe des Siegers war negativ! :-))

Weitere Fotos findet Ihr wie immer in unserer Fotogalerie, hier klicken...


Berichterstatter:
Röby Mesmer

Sonntag, 10. Januar 2016

Fondueplausch des SwissClub CZ in Prag 2016


Am 6. Januar, so gegen 19.00, geschah am Masarik-Quai 250 Eigenartiges. Aus der Richtung des Manes-Gebäudes, diesem schönen Prager Wahrzeichen an der Moldau, strömte ein unwiderstehlicher Duft in den Nachthimmel, ein Aroma aus Knoblauch und Käse, jedem Schweizer bekannt als Geruch von Fondue. Und tatsächlich: Immer mehr Menschen fanden den Weg zur Quelle dieses Duftes und dies nicht ganz zufällig. Georg und Květa hatten auch dieses Jahr wieder die Mitglieder des Swissclubs und ihre Begleiter zum traditionellen Fondue-Plausch eingeladen.


Später, in der wohligen Wärme des Restaurants, erklärte Georg den Anwesenden, warum das Treffen dieses Jahr nicht wie üblich auf den "Petřínské terasy" stattfand. Die Seilbahn ist nämlich noch bis Mitte Jahr in Revision und bei der unsicheren Witterung fand es unser Präsident besser, kein Risiko auf Stürze und Beinbrüche einzugehen und lieber in der sicheren Stadt zu bleiben. Mit dem Art Restaurant Mánes hat er einen würdigen Ersatz gefunden.

 


Zunächst aber stiessen die 25 Teilnehmenden draussen vor dem Restaurant auf ein glückliches neues Jahr an. Bald schon waren die ersten Caquelons bereit und der Kampf um den flüssigen Käse konnte beginnen. Bei guter Stimmung, viel Gelächter und toller Aussicht auf die Moldau und das Tanzende Haus leerte sich eine Fondue-Pfanne nach der andern und allmählich freute man sich schon auf die Wärme des Restaurants. 


Es gruppierten sich alle zu einem Foto, bevor man sich nach und nach ins Innere zu den reservierten Tischen begab. An dieser Stelle: Herzlichen Dank, Georg und Květa, für eure Grosszügigkeit, für die tolle Organisation des Anlasses und die ganze Arbeit des Hin- und Herschleppens! Auch den Helfern gebührt ein Dankeschön, all jenen, die mit klammen Fingern Knoblauch gerieben, Käse gerührt, Brot geschnitten und alles wieder weggeräumt haben!


Wem jetzt der Sinn noch nach Essen stand, und es waren derer nicht wenige, konnte sich aus der Speisekarte etwas Feines aussuchen. Es wurde also bei fröhlicher Stimmung weiter gegessen und getrunken, geplaudert und geplant, bis sich kurz vor Mitternacht die allerletzten verabschiedeten, um nicht noch das letzte Tram, die letzte Metro zu verpassen.

 

 

 

Wir freuen uns bereits auf den nächsten Fondue-Plausch, wenn wieder Käsegeruch die Prager Lüfte aromatisieren wird, dann wohl wieder auf dem Petřín.


Geschrieben von
Eva Venegoni

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