Mittwoch, 22. November 2017

Aktuell

Liebe SwissClub Freunde

Bitte beachtet den aktuellen Event Kalender auf unserer Hompage! Wir treffen uns die nächsten drei Monate NICHT im „Vaclav“ sondern an anderen Standorten und zu anderen Daten! Für unsere Weihnachtsfeier, das Neujahrstreffen und die GV konnten wir das Restaurant Na Hubalce exklusiv für uns reservieren. Es ist dies einem grossen Entgegenkommen seitens der Freunde von Toni&Jaja zu verdanken. Wir können das mit einem Grossaufmarsch an diesen drei Veranstaltungen honorieren. Das Restaurant befindet sich 100 Meter von der Tramstation Hládkov der Linie 25 entfernt.


Nächste Veranstaltungen

  • Montag, 4. Dezember 2017, 18.30 Uhr: Weihnachtsfeier (Anmeldung)
  • Donnerstag, 14. Dezember 2017, 19 Uhr: Weihnachtsbummel mit Daniela (Anmeldung)
  • Montag, 8. Januar 2018, 18.30 Uhr: Fondueplausch zum Jahresbeginn (Anmeldung)

Weitere Empfehlungen


Jan Řepka singt wieder Mani Matter, aber auch Dylan, Mayer und unter anderem auch Řepka. Wir kennen Jan von seinem Besuch an unserem Stamm, an welchem er uns eine exklusive Kostprobe seines Könnens geboten hatte. Seine letzte Aufführung war ausverkauft – die Besucher waren begeistert. Jetzt ist es wieder soweit

  • Dienstag, 12. Dezember 2017, 19 Uhr: Jan Řepka, Skautský institut, Staroměstské nám. 4, Praha 1 (Vorverkauf, Facebook, Video)

In eigener Sache

Erfreulich ist der Aufmarsch an unseren Stamm. Jeweils 20 Personen diskutieren in lockerer, fröhlicher Stimmung bis in die späten Abendstunden. Das Ziel - ein aktiver, lebendiger Stammtisch - ist erreicht.

Was wir jedoch suchen, ist eine Alternative zum Restaurant „Vaclav“. Es soll ein Ort sein, wo wir uns ohne Megafon oder Hörhilfen verständigen können. Wir suchen also ein Säli oder eine ruhige Kneipe.

Aktiv sind wir auch in einer anderen Angelegenheit geworden: Die Unterstellung des SwissClub CZ unter tschechischem Recht. Bisher definierten wir uns als Verein nach Schweizerischem Recht, bewilligt durch die ASO. Dieser Zustand war und ist nicht tragbar. Aus juristischen Gründen müssen wir – wenn wir in Tschechien ein Verein sein wollen -  über eine rechtliche Grundlage aus dem Gastland verfügen. Es zeugt auch von Respekt  gegenüber dem Land in dem wir leben und aktiv sind. Undenkbar, dass sich ein Verein in der Schweiz nach tschechischer Verfassung und tschechischem Recht vorstellen würde... Die Arbeiten für dieses Projekt sind komplex und brauchen Zeit. Wir hoffen aber, die notwendigen Eingaben noch in diesem Jahr tätigen zu können.

Euer Hans Peter

Montag, 20. November 2017

Vortrag über Südafrika


Eva hat Ende der 1960er- bis anfangs der 1970er Jahre, als noch die Apartheit regierte, fünf Jahre in Südafrika verbracht. Sie besuchte die öffentliche Schule und maturierte dort, als sie 18 war. Sie war bereits an der Universität Witwatersrand eingeschrieben, als die Familie einen Heimurlaub zugute hatte. Sobald sie jedoch europäische Luft schnupperte, beschloss sie, nicht wieder mit den Eltern und den beiden jüngeren Geschwistern nach Afrika zurück zu kehren. Südafrika, seine Landschaft, seine Weite, sind ihr aber bis heute unvergesslich und hin und wieder träumt sie von den grandiosen Sonnenaufgängen über der weiten Savanne, die Johannesburg, wo sie lebte, umgibt.
   

Ihr Referat beruht auf den Erlebnissen, die sie damals hatte, bezieht sich aber auch auf das heutige Südafrika, auf recherchierte Fakten und Daten. Ihre gesellschaftspolitische Einstellung wird bestimmt herauszuspüren sein und gibt vielleicht Anlass zu einer anschliessenden Diskussion.

Weitere Fotos in unserer Fotogallerie.

Freitag, 3. November 2017

Bekanntes und Unbekanntes über Ägypten

Ja klar, die weltbekannten Pyramiden von Gizeh hat unser Vereinsmitglied Stefan anlässlich seines diesjährigen Ägypten-Aufenthaltes auch besucht und fotografiert. Aber ansonsten primär solche Orte, die in keinem Hochglanz-Reiseführer zu finden sind oder höchstens - wie im Fall des Armenviertels von Kairo - mit dem Hinweis versehen, diese nach Möglichkeit zu meiden!


Nicht zuletzt aufgrund dieser Ausgangslage war Stefans Dia-Vortrag am 16.09.2017 für sein Publikum eine spannende Reise in unbekannte Sphären dieses Landes am Nil.

Als Gast eines österreichischen Bekannten, dem Leiter des später noch etwas detaillierter beschriebenen Grossprojektes, startete der Referent sein Abenteuer „Ägypten“ in dessen Hauptstadt Kairo.

Jeweils schon morgens um 08:00h betrug die Temperatur 38°C und stieg im Verlaufe des Tages noch auf deutlich über 40°C an. Immerhin ein kleiner Trost, dass es sich um eine sehr trockene Hitze handelte. Diese hielt aber Stefan keineswegs davon ab, die Hauptstadt ausgiebig zu erkunden. Seine Sightseeing-Touren führten ihn u. a.:

  • zum sogenannten Nilometer, ein Höhenmesser für den Pegelstand des Nils, der zur Prognose der Nilschwemme dient.
  • zum farbenprächtigen Obstmarkt, dessen „Kunstwerke“ täglich um 05:30h auf- und um 22:00h wieder abgebaut werden! (Anm. des Redaktors: Dort beklagt sich offenbar niemand über zu lange Arbeitszeiten!)
  • in ein Armenviertel von Kairo, welches durch Häuser (exakter wohl der Begriff: Behausungen) ohne Fenster, staubige Strassen mit riesigen Müllbergen und verstopft mit Fahrzeugen zu deren Abtransport, sowie durch einen penetranten Gestank gekennzeichnet ist. Die Mülltrennung geschieht in den Wohnungen, nicht selten durch minderjährige Kinder, die Geld für den Lebensunterhalt ihrer Familie mitverdienen müssen. Eine unfassbare Armut, aber leider Realität!
  • zur Zitadelle von Saladin, eine der wenigen erhaltenen Befestigungsanlagen Kairos und gleichzeitig eine ihrer markantesten Sehenswürdigkeiten (seit 1979 UNESCO-Weltkulturerbe).
  • zur Mohammad-Ali-Moschee (auch Alabaster-Moschee genannt), erbaut in sechzig Jahren (1824-1884) im Auftrag des gleichnamigen Paschas (und nicht etwa des ehemaligen Box-Weltmeisters 😊), der bereits 1849 verstarb, also viele Jahre vor der Fertigstellung des Bauwerks. Die beiden Minarette sind 82m und die grosse Kuppel 52m hoch. Der Innenraum hat alabasterverkleidete Wände und der Boden ist mit einem dicken roten Teppich belegt; leider nicht überall „bündig“, weshalb ihn Stefan als „Stolperfalle erster Güte“ in Erinnerung behalten hat!
  • zur Koptisch-Orthodoxen Kirche der Hl. Jungfrau Maria, besser bekannt als „Hängende Kirche“, eine der ältesten Kirchen Ägyptens. Ihr Kirchenschiff thront über dem ehemaligen Südwesttor der Römischen Zitadelle in Alt-Kairo und ist nur über eine Treppe mit 29 Stufen zu erreichen.


Nach seinem Aufenthalt in Kairo machte sich Stefan mit seinem Begleiter auf die ca. 480 km lange Fahrt zum eigentlichen Hauptziel seiner Ägyptenreise im Landesinnern. Aber bereits wenige Kilometer ausserhalb von Kairo wurde diese nochmals unterbrochen, da mit den weltberühmten Pyramiden (Cheops, Chephren und Mykerinos) sowie der Sphinx von Gizeh weiteres UNESCO-Weltkulturerbe (seit 1979) in sein Blickfeld geriet. Unser Referent vermittelte uns viel Wissenswertes über den Bau und den geschichtlichen Hintergrund dieser einmaligen Bauwerke.

Nach deren Besichtigung und fotografischer Verewigung begannen für unseren Weltenbummler die ungeahnten Strapazen einer Autofahrt durch das ägyptische Niemandsland. Als Stichworte sollen hierzu genügen: Schotterpisten, Sandsturm, unsägliche Hitze und Durst!

Aber bekanntlich hat jedes Leiden auch einmal ein Ende und so erreichte schliesslich auch unser Reiseleiter sein Ziel, eine riesige Kuhfarm mitten in der Wüste. Dieses Grossprojekt umfasst aktuell ca. 8000, im Endausbau dann rund 17000 Kühe, die dort im Freien und in riesigen Unterständen gehalten werden. Täglich 2x werden die Tiere in ein sogenanntes Melk-Karussell getrieben und während eines rund 40-minütigen Rundlaufes gemolken.


Manch eine(r) wird sich fragen: Warum nimmt man eigentlich all die logistischen Probleme (Transport der Kühe und der Milch, Bau der Stallungen und Anlagen, Unterbringung und Verpflegung des Personals, etc.) so weit entfernt von jeglicher Zivilisation in Kauf, anstatt dieses Projekt in einer Grossstadt anzusiedeln?
Die Antwort ist ebenso simpel wie einleuchtend: Aufgrund der viel zu unsicheren hygienischen Verhältnisse und der damit verbundenen Gefahr von Erkrankungen der Tiere mit all ihren potentiellen negativen Folgen auch für die Bevölkerung.

Ethisch erscheint dieses Projekt nicht nur dem Referenten, sondern auch allen Anwesenden ziemlich „grenzwertig“, da der mit der Massenhaltung und dem Melkvorgang verbundene Stress u. a. zu einer massiven Verkürzung der durchschnittlichen Lebenserwartung dieser Kühe führt.

Zum Schluss noch einige wissenswerte Zahlen und Fakten zum Thema Ägypten:

  • Der Nil ist, je nach Datenquelle, mit ca. 6800 km der (zweit-)längste Fluss der Welt.
  • Kairo ist mit über 18 Mio. (Stadtkern & städtische Gebiete) die grösste Stadt Afrikas.
  • Die Pyramiden von Gizeh (Cheops, Chephren u. Mykerinos) wurden erbaut ca. 2620-2500 v. Chr.
  • Häuser haben keinen Verputz!
  • ca. 70% der Strassen sind nicht geteert!

Lieber Stefan, Du hast uns faszinierende Einblicke in eine den meisten von uns fremde Welt geboten.
Dafür gebührt Dir unser allerbester Dank, verbunden mit der Hoffnung, dass wir in nicht allzu ferner Zukunft weitere interessante Destinationen, die Du auf Deinen Exkursionen bereist hast, kennenlernen dürfen!

(Anm. des Redaktors: Dannzumal dürfen dann gerne auch all jene SC-Mitglieder erscheinen, die dieses Mal, aus welchen Gründen auch immer, den Leckerbissen leider verpasst haben!)

Berichterstatter: Röby

Weitere Fotos sind in der Fotogallerie zu finden.